Die Abschwächung der nuklearen Strahlung begrenzt die Risiken für die öffentliche Gesundheit, nicht die Kosten

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Die US-amerikanische Nuclear Regulatory Commission (NRC) ist bereit, die Strahlungssicherheitsstandards zu schwächen und möglicherweise das langjährige Modell des „linearen No-Threshold“ (LNT) aufzugeben. Dieses Modell, das davon ausgeht, dass jede Strahlenexposition ein gewisses Gesundheitsrisiko birgt, ist seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler der öffentlichen Sicherheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer. Die Änderung, die durch eine Durchführungsverordnung vom Mai veranlasst wurde, zielt darauf ab, die Kernenergieproduktion durch die Verringerung der wahrgenommenen regulatorischen Belastungen zu beschleunigen. Dieser Ansatz wird jedoch von der aktuellen Forschung nicht unterstützt und könnte gefährdete Bevölkerungsgruppen unverhältnismäßig gefährden.

Das falsche Versprechen einer schnelleren nuklearen Expansion

Die Regierung argumentiert, dass das LNT-Modell zu vorsichtig sei, die Kosten in die Höhe treibe und die Lizenzvergabe für neue Reaktoren verzögere. Die Behauptung ist, dass eine Lockerung der Grenzwerte den Prozess rationalisieren und die Energiekosten senken würde. Dies ignoriert jedoch die grundlegende wissenschaftliche Unsicherheit: Während die Auswirkungen hochdosierter Strahlung gut dokumentiert sind, bleibt die Extrapolation dieser Risiken auf niedrige Dosen eine Herausforderung.

Das LNT-Modell bleibt trotz seines Konservatismus aufgrund dieser Unsicherheit der am besten vertretbare Ansatz. Internationale Gremien wie die Internationale Atomenergiebehörde und die US-amerikanischen Nationalakademien sind sich einig, dass mehr Daten erforderlich sind, bevor der Kurs geändert werden kann.

Warum das wichtig ist: Ein Wandel von der Wissenschaft zur Politik

Beim potenziellen Wandel des NRC geht es nicht um Effizienz; Es geht um politischen Druck. Die Durchführungsverordnung schreibt faktisch eine Entscheidung vor, die an der Politik des ehemaligen Präsidenten ausgerichtet ist und etablierte wissenschaftliche Protokolle umgeht. Dies steht in krassem Gegensatz zu früheren NRC-Bewertungen, die evidenzbasiert und international fundiert waren.

Die öffentliche Stellungnahme wurde überstürzt abgegeben und es fehlt eine internationale Koordination. Dies untergräbt die Glaubwürdigkeit des Prozesses und gibt Anlass zur Sorge, ob die Kommissare des NRC ihr Versprechen einer wissenschaftsgeleiteten Entscheidungsfindung einhalten werden.

Die wahren Kosten: Untergrabenes öffentliches Vertrauen

Eine Schwächung der Vorschriften ohne neue Erkenntnisse ist nicht nur wissenschaftlich unbegründet – sie untergräbt auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Kernenergie. Die Menschen akzeptieren Strahlenrisiken in der Medizin und Industrie, weil sie glauben, dass Standards von glaubwürdigen Experten festgelegt werden, die der Sicherheit Priorität einräumen. Die Aufhebung dieser Zusicherung könnte nach hinten losgehen und die Einführung der Kernenergie eher verlangsamen als beschleunigen.

Gründliche Forschung ist der einzige ethische Weg vorwärts. Die National Academies schätzen, dass eine umfassende Untersuchung der Auswirkungen niedrig dosierter Strahlung 15 Jahre lang 100 Millionen US-Dollar pro Jahr erfordern würde. Diese Investition ist unerlässlich, muss aber mit Transparenz und internationaler Zusammenarbeit einhergehen.

Das Fazit: Die Senkung der Strahlungsgrenzwerte ohne solide wissenschaftliche Begründung ist ein rücksichtsloses Spiel mit der öffentlichen Gesundheit. Das NRC muss Beweise über politische Zweckmäßigkeit stellen, um seine Glaubwürdigkeit zu wahren und die verantwortungsvolle Entwicklung der Kernenergie sicherzustellen.

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