Uralte Krokodile jagten frühe menschliche Vorfahren

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Paläontologische Entdeckungen bestätigen, dass eine riesige Krokodilart mit einzigartiger Schnauze neben Australopithecus afarensis – der Homininart, die am besten aus dem Lucy-Fossil bekannt ist – existierte und sie wahrscheinlich jagte. Die neue Forschung, die im Journal of Systematic Palaeontology veröffentlicht wurde, enthüllt Crocodylus lucivenator, einen 15 Fuß langen Apex-Raubtier, der vor 3,4 bis 3 Millionen Jahren die Feuchtgebiete Äthiopiens heimgesucht hat.

Eine prähistorische Bedrohung

Die Entdeckung, die auf der Analyse von Museumsexemplaren aus Addis Abeba basiert, zeigt, dass C. lucivenator war größer und aggressiver als heutige Krokodilarten. Mit einem Gewicht von bis zu 1.300 Pfund dominierte er neben frühen Menschenmenschen, Löwen und Hyänen das Ökosystem. Das auffälligste Merkmal des Krokodils war ein großer knöcherner Höcker auf seiner Schnauze – eine Struktur, die nicht bei allen modernen afrikanischen Krokodilen zu finden ist, aber beim amerikanischen Krokodil vorhanden ist. Dieses Merkmal diente wahrscheinlich einer Anzeigefunktion, möglicherweise um Partner anzulocken.

Bestätigter Raubtier

Forscher glauben C. Lucivenator stellte eine direkte Bedrohung für die frühen Menschen dar. Die Autoren der Studie nannten die Art „Lucy’s Hunter“ (lucivenator bedeutet „Lucy-Jägerin“), da die Wahrscheinlichkeit hoch war, dass sie aktiv jagte A. afarensis. Obwohl es keine fossilen Beweise gibt, die das Krokodil direkt mit den Überresten von Lucy in Verbindung bringen, machen ihr gemeinsamer Lebensraum und sich überschneidende Zeitlinien eine Raubtierjagd so gut wie sicher.

„Es ist nahezu sicher, dass dieses Krokodil Lucys Art gejagt hat“, sagte Christopher Brochu, Mitautor der Studie. „Ob ein bestimmtes Krokodil versucht hat, Lucy zu packen, werden wir nie erfahren, aber es hätte Lucys Art gesehen und gedacht: ‚Abendessen‘.“

Warum das wichtig ist

Die Entdeckung verdeutlicht die brutalen Realitäten des frühen Hominin-Lebens. Unsere Vorfahren konkurrierten nicht nur mit anderen Säugetieren ums Überleben; Sie waren auch anfällig für große, uralte Raubtiere. Die Anwesenheit von C. lucivenator legt nahe, dass sich die frühen Menschen in einer Umgebung entwickelten, in der ständige Wachsamkeit zum Überleben und zur Gestaltung von Verhaltensweisen und Überlebensstrategien notwendig war. Diese Forschung ist von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der Herausforderungen, mit denen unsere Vorfahren konfrontiert waren, und des Drucks, der unsere Evolution vorangetrieben hat.

Der Fossilienbestand bestätigt nun, dass die frühen Homininen neben gewaltigen Raubtieren lebten, was ihren Weg zum modernen Menschen noch bemerkenswerter macht.

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