Die Artemis-II-Mission der NASA verläuft planmäßig, nachdem am Donnerstagabend ein kritischer Triebwerksschaden abgeschlossen wurde, der die Raumsonde Orion zu einem geplanten Vorbeiflug am Mond treibt. Das Manöver, bekannt als „Translunar Injection (TLI) Burn“, passte die Flugbahn des Raumfahrzeugs erfolgreich an und erhöhte seine Geschwindigkeit um etwa 867 Meilen pro Stunde. Diese Anpassung wurde mit 6.700 Pfund Monomethylhydrazin-Treibstoff über einen Zeitraum von sechs Minuten erreicht und lieferte etwa 6.000 Pfund Schub – vergleichbar mit der Beschleunigung eines Autos von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in weniger als drei Sekunden.
Der Abschluss der Verbrennung markiert einen entscheidenden Schritt in der Mission und bestätigt, dass sich die Raumsonde auf dem richtigen Weg für eine Rückkehr zum Mond befindet. Houston Mission Control bestätigte den Erfolg, als Astronautin Christina Koch antwortete: „Mit diesem Flug zum Mond verlassen wir die Erde nicht, wir wählen sie.“ Diese Erklärung unterstreicht den doppelten Zweck der Mission: das Testen zukünftiger Mondfähigkeiten und gleichzeitig die Wiederherstellung der Verbindung der Menschheit zur Erde.
Derzeit fliegt Orion mit etwa 22.670 Meilen pro Stunde, der höchsten Geschwindigkeit, die es während der Mission erreichen wird. Die Raumsonde bleibt etwa 246.000 Meilen vom Mond entfernt und erreicht voraussichtlich innerhalb von drei Tagen den gravitativen Einflussbereich des Mondes.
Die Flugbahn ermöglicht eine schwerkraftunterstützte Rückkehr zur Erde, wodurch die Notwendigkeit zusätzlicher großer Verbrennungen minimiert wird. Während in den nächsten Tagen kleinere Kurskorrekturen geplant sind, geht der aktuelle Zeitplan von einer Wasserkatastrophe im Pazifischen Ozean am 10. April aus.
Nach dem Brand konzentriert sich die Besatzung nun auf das Testen von Lebenserhaltungssystemen und das Einstudieren von Verfahren für den Fall, dass sie am Montag die andere Seite des Mondes erreichen. Dies wird es ihnen ermöglichen, bisher ungesehene Mondmerkmale zu beobachten und Bilder und Videos für die wissenschaftliche Analyse aufzunehmen. Darüber hinaus soll die Mission die Besatzung weiter von der Erde entfernen, als jemals ein Mensch zuvor gereist ist.
Der erfolgreiche Abschluss des TLI ermöglicht der Artemis-II-Besatzung, ihren Fokus auf das Experimentieren und die Kommunikation mit Familien zu verlagern. Nachdem kritische Manöver abgeschlossen sind, tritt die Mission in eine Phase der Betriebserprobung ein, bevor die Rückreise beginnt. Die Astronauten sollen am 10. April gegen 17:30 Uhr im Pazifik landen und damit den Abschluss dieses historischen Vorbeiflugs am Mond markieren.
Die Artemis-II-Mission ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Monderkundung, und ihre reibungslose Durchführung zeigt die kontinuierlichen Fortschritte der NASA bei der bemannten Raumfahrt im tiefen Weltraum.

















