Es begann mit Büchern. Nicht die Art, die man in einer modernen Bibliothek ausleiht, sondern die schweren, handgeschriebenen Wälzer mittelalterlicher Gelehrter. Die Universität Oxford ist älter als die meisten Länder. Es entstand organisch aus Lehrtätigkeiten in Oxford, England, wahrscheinlich ab dem 12. Jahrhundert. Es gibt kein einheitliches „Gründungsdatum“. Man kann die frühen Colleges genau bestimmen, aber die Universität selbst ist gerade erst… entstanden. Es orientierte sich an der Universität Paris. Die frühe Struktur umfasste Theologie, Recht, Medizin und Geisteswissenschaften.
Welche Universität ist die älteste im englischsprachigen Raum?
Oxford hält diesen Titel. Es hat keine Konkurrenz, wenn man sich die Beweise für die Lehre ansieht. Die frühesten Aufzeichnungen über den Unterricht in Oxford stammen aus dem Jahr 1096. Obwohl der Unterricht zeitweise zurückging, erholte er sich rasch wieder. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts war die Universität wieder in Betrieb. Es wuchs schnell. Die Universität spaltete sich in zwei Hauptgruppen: nördliche und südliche Gelehrte. Diese Spaltung bildete die Grundlage für das Hochschulsystem, das wir heute sehen.
Die ersten Colleges
Das College-System war nicht unmittelbar. Es dauerte Jahrhunderte, bis es sich festigte. Die ersten noch aktiven Hochschulen liefern den besten Hinweis auf diese Ära. University College wurde 1249 gegründet. Es behauptet, das älteste zu sein. Bald darauf, um 1263, folgte das Balliol College. Das Merton College wurde 1264 gegründet. Diese drei bilden das Fundament der College-Struktur Oxfords.
Weitere frühe Gründungen sind das Oriel College (1326) und das Pembroke College (1347). Jedes College hatte seinen eigenen Master und Fellows. Sie stellten Wohnraum für Wissenschaftler zur Verfügung. Sie boten auch finanzielle Hilfe an. Dieses Modell veränderte die Art und Weise, wie Bildung funktionierte. Es entstand eine Gemeinschaft innerhalb einer Gemeinschaft. Die Gelehrten lebten, aßen und lernten zusammen.
Bemerkenswerte frühe Gelehrte
Die intellektuelle Leistung dieser frühen Jahrhunderte war atemberaubend. Die Universität brachte Denker hervor, die die westliche Philosophie und Theologie prägten. Roger Bacon studierte dort im 13. Jahrhundert. Er legte Wert auf empirische Beobachtung. Seine Arbeit legte den Grundstein für die wissenschaftliche Methode. John Duns Scotus studierte und lehrte ebenfalls in Oxford. Er war eine bedeutende Persönlichkeit der Scholastik. William of Ockham ist ein anderer Name, den Sie kennen. Er schlug das Prinzip der Sparsamkeit vor, bekannt als „Ockhams Rasiermesser“.
Dann war da noch John Wycliffe. Er studierte in den 1370er Jahren in Oxford. Seine Kritik am Klerus führte zur Lollard-Bewegung. Diese Bewegung stellte die Autorität der Kirche in Frage. Es war umstritten. Es war gefährlich. Aber es zeigte die intellektuelle Gärung innerhalb der Universitätsmauern.
Renaissance und Expansion
Die Renaissance brachte neue Energie. Wissenschaftler aus ganz Europa strömten nach Oxford. Desiderius Erasmus besuchte ihn im frühen 16. Jahrhundert. Er stärkte den Ruf der Universität als Zentrum humanistischer Bildung. Auch Sir Thomas More hat hier studiert. Später wurde er Lordkanzler von England. Seine Zeit in Oxford prägte seine juristische und politische Karriere.
In dieser Zeit wurde der Lehrplan erweitert. Es ging nicht mehr nur um Theologie und Recht. Es entstanden physikalische Fakultäten. Politikwissenschaft kam hinzu. Die Universität passte sich der sich verändernden Welt an. Sie blieb eng mit der anglikanischen Kirche verbunden, aber sie blieb auch weiterhin eng mit der anglikanischen Kirche verbunden