Mit dem Armband können Menschen Roboter direkt mit Handgesten steuern

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Ein neues, von MIT-Ingenieuren entwickeltes, am Handgelenk getragenes Gerät ermöglicht es Benutzern, Roboterhände – und sogar digitale Schnittstellen – intuitiv zu steuern, indem sie einfach ihre eigenen Hände bewegen. Die Technologie nutzt Ultraschallbildgebung, um die kleinsten Bewegungen der Handgelenksmuskeln und -sehnen zu erfassen und diese Bewegungen dann in Echtzeit in Befehle für ein Roboter-Gegenstück umzuwandeln.

Wie es funktioniert: Ultraschall als Kontrollschnittstelle

Das Herzstück des Systems ist ein kleiner „Ultraschallaufkleber“, der am Handgelenk angebracht wird. Dieser Aufkleber misst nicht nur die Oberflächenbewegung; Es sieht unter die Haut und bildet das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Bändern ab. Der resultierende Strom von Ultraschallbildern wird in einen KI-Algorithmus eingespeist, der darauf trainiert ist, zu erkennen, wie diese internen Bewegungen mit bestimmten Handgesten zusammenhängen.

Dies ist ein bedeutender Fortschritt, da Roboter lange Zeit mit der Geschicklichkeit und Feinheit menschlicher Hände zu kämpfen hatten. Aufgaben wie das Schälen einer Banane, ohne sie zu zerdrücken, bleiben für Maschinen eine Herausforderung, da es schwierig ist, die komplexe Koordination unserer eigenen Handgelenke und Finger nachzubilden. Das MIT-Gerät umgeht dieses Problem, indem es die Koordination eines menschlichen Benutzers direkt erfasst.

Praxisnahe Anwendungen und Tests

In Tests konnten Freiwillige, die das Armband trugen, eine Roboterhand steuern, um Aufgaben wie das Greifen von Tennisbällen, Gesten in Gebärdensprache und sogar das Spielen von Klaviernoten auszuführen. Das System ist präzise genug, um alle 26 Buchstaben der amerikanischen Gebärdensprache zu unterscheiden und Gesten – wie zum Beispiel ein Kneifen – präzise in digitale Befehle (wie eine Zoomfunktion) zu übersetzen.

Die Auswirkungen gehen über die Robotik hinaus. Das Team glaubt, dass diese Technologie die herkömmliche Handverfolgung in der virtuellen und erweiterten Realität ersetzen und eine natürlichere und immersivere Steuerungsmethode bieten könnte. Stellen Sie sich vor, Sie interagieren mit VR-Umgebungen ohne physische Controller, indem Sie einfach Ihre Hände bewegen.

Zukünftige Entwicklung und Skalierung

Derzeit ist das Gerät noch sperrig und ähnelt eher einem „Cyberpunk-Handschuh“ als einer eleganten Smartwatch. Das MIT-Team arbeitet an der Miniaturisierung der Elektronik. Sie planen außerdem, ihren KI-Trainingsdatensatz zu erweitern, um ein breiteres Spektrum an Handgrößen und -formen einzubeziehen und so eine breitere Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten.

„Wir glauben, dass diese tragbaren Ultraschallbänder intuitive und vielseitige Steuerungen für virtuelle Realität und Roboterhände bieten können“, sagt Xuanhe Zhao, Professor für Maschinenbau am MIT.

Letztendlich besteht das Ziel darin, ein benutzerfreundliches Wearable zu schaffen, mit dem Roboter genauso einfach ferngesteuert werden können wie die Bewegung der eigenen Finger. Diese Technologie könnte die Art und Weise, wie Menschen mit Maschinen interagieren, revolutionieren und die Lücke zwischen unserer natürlichen Geschicklichkeit und den Einschränkungen aktueller Robotersysteme schließen.

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