Der versteckte Tribut der Pandemie: Ältere Schüler hatten mit den größten Lernverlusten zu kämpfen

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Die COVID-19-Pandemie beeinträchtigte die Bildung aller K-12-Schüler, doch neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ältere Lernende – diejenigen, die zum Zeitpunkt der Schließungen die Grund- und Mittelschule besuchten – die größten und nachhaltigsten schulischen Rückschläge erlebten.

Die ungleichen Auswirkungen von Schulstörungen

Erste Annahmen konzentrierten sich häufig auf die Verwundbarkeit jüngerer Schüler während der Pandemie. Ein neuer Bericht des Hamilton Project an der Brookings Institution offenbart jedoch eine krasse Realität: Schüler, die in der vierten Klasse waren, als die Schulen im Jahr 2020 geschlossen wurden (jetzt wahrscheinlich Neuntklässler), erlitten größere Leistungseinbußen als diejenigen, die im Kindergarten waren. Bei dieser Diskrepanz geht es nicht um angeborene Belastbarkeit, sondern um Erwartungen und die kumulative Natur des Lernens.

Eltern älterer Schüler erinnern sich an den erhöhten Druck, den akademischen Fortschritt aufrechtzuerhalten, während jüngere Kinder mehr Spielraum für unstrukturiertes Spielen hatten. Nun gibt es Belege, die diese Annahmen bestätigen: Ältere Schüler, die die Mittel- und Oberstufe besuchen, hinken aufgrund des Verlusts grundlegender Fähigkeiten noch weiter hinterher.

Nationale Trends bestätigen den Rückgang

Nationale Beurteilungen, einschließlich des NAEP („Nation’s Report Card“), zeigen historische Rückgänge bei den Ergebnissen in Mathematik und Lesekompetenz. Diese Rückgänge waren nicht auf eine einzelne Bevölkerungsgruppe beschränkt; Bei leistungsschwachen Schülern war der Rückgang am stärksten, was die bestehenden Ungleichheiten verschärfte. Es geht nicht nur um die Wiederherstellung nach einer vorübergehenden Störung – die Lernlücken werden immer größer, und selbst überarbeitete Bewertungen können das Ausmaß des Problems nicht verschleiern.

Warum ältere Schüler stärker betroffen waren

Der Brookings-Bericht verfolgte Schüler vom Kindergarten bis zur siebten Klasse während der Pandemie und nutzte staatliche Kompetenzdaten, um langfristige Trends zu messen. Die Forscher fanden heraus, dass die Verluste in der Mathematik besonders groß waren, wahrscheinlich aufgrund der sequentiellen Natur der Mathematik – fehlende Konzepte führen zu Schwierigkeiten bei der Zusammenführung.

Dieser Rückgang ist nicht nur auf die Pandemie selbst zurückzuführen. Die Wiederaufbaufonds des Bundes sind abgelaufen, sodass vielen Schulen weniger Ressourcen zur Bewältigung des Schadens zur Verfügung stehen. In der Zwischenzeit wurde einigen Staaten vorgeworfen, Bewertungsstandards manipuliert zu haben, um die Kompetenzquoten zu erhöhen, aber selbst diese Bemühungen haben das wahre Ausmaß des Lernverlusts nicht verschleiert.

Der Weg nach vorn: Priorisierung älterer Lernender

Der derzeitige Fokus auf frühkindliche Intervention ist von wesentlicher Bedeutung, aber die politischen Entscheidungsträger dürfen die dringenden Bedürfnisse älterer Schüler nicht außer Acht lassen. Diejenigen, die jetzt in der Mittel- und Oberstufe sind, benötigen gezielte Unterstützung, um den Rückstand aufzuholen, insbesondere in Mathematik.

Die Pandemie hat tiefe Risse im Bildungssystem aufgedeckt, und selbst oberflächliche Korrekturen können den Schaden nicht rückgängig machen. Der Lernverlust ist so gravierend, dass eine Änderung der Beurteilungen – die Vereinfachung von Tests – nicht mehr zu den gleichen Ergebnissen führt wie früher. Die langfristigen Folgen dieser Rückschläge sind noch unbekannt, aber wenn man die Notlage älterer Schüler ignoriert, wird das Problem nur noch schlimmer.