KI kämpft mit der Zeit: Warum künstliche Intelligenz keine Uhr herstellen kann

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Künstliche Intelligenz (KI) macht in vielen Bereichen Fortschritte, aber es gibt einen überraschenden blinden Fleck: die Zeitmessung. Eine neue Website, AI World Clocks, verdeutlicht diese Einschränkung, indem sie verschiedene KI-Modelle mit der Codierung oder Generierung von Uhrenbildern beauftragt. Die Ergebnisse sind oft komisch ungenau, die Hände schweben im Raum oder die Zahlen sind willkürlich platziert. Das ist nicht nur eine Eigenart; Es offenbart grundlegende Schwächen in der Art und Weise, wie KI Informationen lernt und verarbeitet.

Das Problem mit der Mustererkennung

Moderne KI basiert nicht wie herkömmliche Computer auf Logik; es beruht auf Mustererkennung. Wenn die KI gebeten wird, eine Uhr zu erstellen, berechnet sie nicht die Positionen der Zeiger, sondern errät t* sie auf der Grundlage der Daten, auf denen sie trainiert wurde. Das heißt, wenn die Trainingsdaten verzerrt sind, sind auch die Ergebnisse verzerrt.

Ein wesentlicher Fehler besteht darin, dass viele Bilder von Uhren im Internet auf 10:10 eingestellt sind. Das ist ein Marketingtrick; Uhrenfirmen stellen ihre Uhren in ihrer Werbung auf diese Zeit ein, weil die Zeigerpositionen einem Lächeln ähneln und das Produkt dadurch ansprechender wirken. Folglich verwenden KI-Modelle, die auf diesen Datensätzen trainiert wurden, oft standardmäßig 10:10, selbst wenn sie nach einer anderen Zeit gefragt werden.

Datenverzerrung und logisches Denken

Eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass Menschen die Zeit auf analogen Uhren mit einer Genauigkeit von 89,1 % ablesen können, während die bestbewertete KI nur eine Genauigkeit von 39,4 % aufweist. Die Gründe sind komplex:

  • Unzureichende Daten: Es gibt möglicherweise nicht genügend hochwertige Bilder von Uhren in KI-Datensätzen für genaues Lernen.
  • Mehrdeutige Sprache: Für die KI, die hauptsächlich Text verarbeitet, ist es schwierig, Zifferblätter in der Sprache genau zu beschreiben.
  • Mangel an logischen Schlussfolgerungen: KI-Systeme haben Schwierigkeiten mit der Kombination aus visueller Wahrnehmung, numerischer Berechnung und logischem Denken, die zur Bestimmung der Zeit erforderlich ist.

Der Demenz-Datensatz

Ein weiteres Problem ist das Vorhandensein ungenauer Uhrzeichnungen in den KI-Trainingsdaten. Zur Diagnose von Demenz werden Uhrzeichnungstests verwendet. Das bedeutet, dass viele der zum Trainieren von KI-Modellen verwendeten Bilder falsche oder unvollständige Zifferblätter enthalten. Dies verstärkt die Unfähigkeit der KI, das Konzept der Zeit zu erfassen, noch weiter.

Die Illusion der Intelligenz

Der Kampf mit Uhren verdeutlicht einen umfassenderen Punkt: KI „versteht“ Konzepte nicht auf die gleiche Weise wie Menschen. Es ahmt Intelligenz nach, die auf Mustern basiert, aber es mangelt ihm an echten Denkfähigkeiten. Die Leute, die KI-Systeme bauen, verstehen nicht einmal ganz, wie sie funktionieren, was diesen Einblick in die Grenzen künstlicher Intelligenz unterhaltsam und frustrierend macht.

Die KI-Uhr-Website erinnert daran, dass KI immer noch ein Werkzeug und kein Orakel ist. Es zeichnet sich beim Mustervergleich aus, scheitert jedoch bei Aufgaben, die echtes Verständnis erfordern.

Im Wesentlichen kann KI keine Uhr herstellen, weil sie nicht weiß, was eine Uhr tun soll. Es kann nur auf der Grundlage fehlerhafter und voreingenommener Daten nachgeahmt werden, was zu den unglaublich ungenauen Uhren führt, die auf AI World Clocks präsentiert werden.

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