Hier draußen fühlt es sich an wie im Juli.
Für jeden in der östlichen Hälfte der USA verhält sich Mitte Mai wie Mittsommer. Eine vorzeitige Hitzewelle hat Rekorde gebrochen.
Schauen Sie sich Boston an. Am Dienstag waren es 96 °F. Der Rekord für dieses Datum? 90 F im Jahr 1947. Der Flughafen Dulles in der Nähe von D.C. verzeichnete 94 F und übertraf damit seinen eigenen Höchstwert von 92 F vom 19. Mai. Philadelphia erreichte am Montag 96 F. Der vorherige Rekord lag 1962 bei 94 °F und konnte davor nur knapp gehalten werden.
Was verursacht das?
Ein Hochdruckrücken.
Speziell das Bermuda High. Er hängt über dem Atlantik östlich von Nordamerika und steuert im Sommer Hurrikane, zieht aber derzeit warme, feuchte Luft aus dem Süden im Uhrzeigersinn an.
Warum es wichtiger ist als nur „Der Sommer kommt früh“
Es ist nicht so brutal wie die dreistellige Hitzewelle, die im März den Südwesten heimgesucht hat. Immer noch liegen die Temperaturen im gesamten Mittelatlantik bis zum Nordosten in den 90ern. Weit vor dem Zeitplan.
Auch die Luftfeuchtigkeit steigt.
Taupunkte liegen in den 60ern. Marc Chenard, Meteorologe am NWS Weather Prediction Center, stellt fest, dass es sich um den höchsten Wert dieses Jahres handelt. Tage später im Sommer wird es den Hund nicht schlagen, aber für Mai ist es bedeutsam.
Gesundheitsrisiken sind jedoch real. Die Leute sind nicht akklimatisiert. Die Hitze zu Beginn des Jahres überrascht Sie. Das NWS HeatRisk-Tool zeigt eine „große“ Risikozone – die zweithöchste Kategorie – von D.C. bis Boston.
Das Schlimmste? Die Nachttiefs bleiben warm. Dein Körper kann nicht abkühlen. Es gibt keine Erholung.
„Relativ hohe Nachttemperaturen bedeuten, dass Ihr Körper keine Chance hat, sich abzukühlen und zu erholen“, sagte Chenard.
Der Klimawandel drückt hier aufs Gaspedal.
Hitzewellen werden stärker, länger und häufiger. Sie bluten auch im Frühling und Herbst. Ein Tool von Climate Central sagt, dass dieses spezielle Hitzeereignis allein aufgrund des Klimawandels zwei- bis fünfmal wahrscheinlich ist.
Wie lange dauert es also, bis die Linderung eintritt?
Kurzlebig für den Norden. Am Mittwoch kommt eine Kaltfront durch die Hintertür. Zuerst trifft eine traditionelle Nordwestfront, dann drehen die Winde nach Nordosten. Dieser Wechsel verstärkt die Kälte und hält die Hitze im mittleren Atlantik und im Nordosten in Schach.
Der Südosten kommt nicht frei heraus. Dort hält die Dürre an. Die Waldbrandgefahr steigt, da es weiterhin schwül bleibt.
Warum beschweren wir uns so sehr über die Hitze, die noch nicht einmal Juli-Niveau erreicht? Vielleicht haben wir es nicht verdient.

















