SpaceX hat es wieder getan.
Der zweite erfolgreiche Testflug der Starship-Megarakete in Folge fand am Donnerstag statt und beweist, dass das Unternehmen von chaotischen Experimenten zu etwas übergeht, das der Zuverlässigkeit ähnelt. Aber lassen Sie den Champagner noch nicht platzen. Ein Teil der Mission ging buchstäblich in die Luft.
Hier erfahren Sie genau, was während dieses entscheidenden Tests passiert ist, warum der Ausfall des Boosters weniger ins Gewicht fällt, als Sie vielleicht denken, und was dies für die Mondpläne der NASA bedeutet.
Der Start und der Absturz
Das Raumschiff hob kurz nach 18:50 Uhr ab. Ostküstenzeit von der Sternenbasis in Boca Chica, Texas. Es fuhr auf dem Super Heavy V3-Booster.
Zweieinhalb Minuten lang funktionierte alles. Der Booster trennte sich wie geplant von der Oberstufe. Dann wandte es sich für seine Rückreise dem Golf von Mexiko zu.
Das Ziel? Eine Punktlandung.
Die Realität? Ein Feuerball.
Die Landung des Boosters ist fehlgeschlagen. Es schlug auf dem Wasser auf und explodierte spektakulär. Warum also von einem Erfolg sprechen?
Die Oberstufe, das eigentliche Raumschiff, hat es in die Umlaufbahn geschafft. Das ist der schwierige Teil.
Während der Booster nicht landete, erfüllte die Nutzlaststufe ihre Hauptziele. Diese Unterscheidung ist entscheidend für das Verständnis des Flugwegs des Raumschiffs bis zum Betriebszustand. Der Booster soll geborgen werden, aber im Moment hat es Priorität, das Schiff ins All zu bringen.
Satelliten-, Kamera- und Motorentests
Im Weltraum war Starship nicht allein. Es beförderte 20 Starlink V3-Satelliten.
Dabei handelt es sich nicht nur um zufällige Fracht. Dabei handelt es sich um die gleiche Hardware, die SpaceX für seine riesige orbitale Internetkonstellation verwenden will. Für diesen Test hatten sie einen doppelten Zweck:
- Einige Satelliten hatten Kameras.
- Diese Kameras ermöglichten den Ingenieuren am Boden während des Fluges Einblicke in den Hitzeschild.
Warum den Hitzeschild prüfen? Denn den Wiedereintritt zu überleben ist die größte Herausforderung für Starship.
Nachdem sie ihre Arbeit erledigt hatten, versuchten die Satelliten, eine Laserkommunikation mit dem bestehenden Netzwerk herzustellen. Dann wurden sie zurückgelassen, um in der Erdatmosphäre zu verbrennen. Es handelte sich um Testtiere und nicht um ständige Bewohner des Orbits.
Motorverbesserungen und Splashdown
Dieser Flug dauerte eine Stunde und fünf Minuten. Im Vergleich zur Vorwoche verzögerte sich der Flug, aber sobald er startete, flog er den vollen Kurs.
Starship zeigte gegenüber dem Testflug im Mai deutliche Verbesserungen. Die Probleme mit dem Raptor-Triebwerk aus dieser früheren Mission – bei dem ein Triebwerk vorzeitig abschaltete – wurden behoben. Während dieses Fluges gelang es der Raumsonde, eines ihrer sechs Triebwerke im Weltraum für eine kurze Zündung erneut zu zünden.
Jetzt allein beendete Starship seine Reise, indem es im Indischen Ozean nördlich von Australien landete.
Im Wasser fing es kurzzeitig Feuer.
Es hat überlebt.
Warum das für Artemis wichtig ist
SpaceX möchte, dass Starship die Falcon 9 als Hauptarbeitstier ersetzt. Mit einer Frachtkapazität von 100 Tonnen in die Umlaufbahn kann Starship weit mehr Starlink-Satelliten pro Flug befördern als die ältere Rakete.
Aber es geht um mehr als nur Breitband-Internet.
Die NASA beobachtet genau. Die Raumfahrtbehörde hofft, im Rahmen des Artemis-Programms eine Mondlander-Variante von Starship für Mondmissionen einsetzen zu können. Wenn SpaceX pünktlich liefert, könnten bereits 2028 zum ersten Mal seit über 50 Jahren wieder Menschen den Mond betreten.
Es gibt Konkurrenz um diesen Slot. Ein Watchdog-Bericht vom März stellte fest, dass SpaceX hinterherhinkt. Die NASA finanziert Blue Origin außerdem die Entwicklung eines eigenen Mondlanders als Backup.
Dieser Test legt nahe, dass SpaceX die Lücke schließt. Der Booster ist abgestürzt, ja. Aber das Schiff flog. Die Satelliten wurden gestartet. Der Motor sprang wieder an.
Ein Teil des Puzzles fehlt noch. Der Booster muss landen. Bis dahin bleibt die Zukunft des Mondes etwas außer Reichweite und schwebt knapp über dem Golf von Mexiko.

















