Es begann in Edinburgh. Drei Bände. Eine Marktlücke, die schließlich Nachschlagewerke für Jahrhunderte prägen sollte. Die Encyclopædia Britannica ist die älteste noch existierende englischsprachige allgemeine Enzyklopädie, obwohl ihre physische Präsenz stillschweigend aus den modernen Bücherregalen verschwunden ist. Die erste gedruckte Ausgabe erschien zwischen 1768 und 1771. Sie war bescheiden. Es ist gewachsen. Im 20. Jahrhundert war es zu einer globalen Institution geworden.
Warum die 11. Ausgabe wichtig ist
Die meisten Leute, die heute über die Britannica sprechen, reden über Geschichte. Konkret sind damit die neunte Auflage (1875–89) und die elfte (1910–11) gemeint. Die neunte Ausgabe war als „Enzyklopädie des Gelehrten“ bekannt. Es war dicht. Es war maßgeblich. Aber die elfte Ausgabe veränderte das Spiel.
Mit Beiträgen von über 1.500 Experten mit erstklassigem Ruf hat die 11. Ausgabe für ihre Zeit etwas Radikales geleistet. Es unterteilte diese umfangreichen, ausführlichen Abhandlungen in kürzere, spezifischere Artikel. Diese Struktur machte Wissen leichter zugänglich. Es hat den Standard dafür gesetzt, wie wir heute Informationen organisieren.
Wie die 15. Ausgabe die Struktur veränderte
Schneller Vorlauf ins Jahr 1974. Die Encyclopædia Britannica veröffentlichte ihre 15. Auflage. Das war nicht nur ein neues Cover. Es handelte sich um eine strukturelle Überarbeitung. Die Herausgeber teilten den Inhalt in zwei unterschiedliche Teile. Wichtige Artikel zu breiten Themen standen allein da. Kürzere Artikel wurden zusammengefasst. 1985 folgte eine umfassende Überarbeitung.
Dieses Format dauerte bis 2012. Dann hörte es auf. Die Druckversion wurde eingestellt. Das Unternehmen hatte seinen Fokus bereits verschoben.
Wann ging Britannica online?
Man könnte meinen, digitale Enzyklopädien hätten mit Wikipedia begonnen. Das haben sie nicht getan. Die Britannica ist schon früh in den digitalen Pool aufgesprungen. In den frühen 1990er Jahren erschienen CD-Versionen. Dann kam das Internet.
Im Jahr 1994 stellte Britannica die erste internetbasierte Enzyklopädie vor. Dies war kein kleines Update. Es war ein strategischer Dreh- und Angelpunkt. Zu Beginn der 2000er Jahre war die Online-Version zum Hauptschwerpunkt des gesamten Unternehmens geworden. Die gedruckte Ausgabe wurde zweitrangig. Dann irrelevant. Dann veraltet.
Wo sind die Britannica-Redakteure jetzt ansässig?
Der Besitz hat sich geändert. Viele Male. Ein entscheidender Moment kam im Jahr 1901. Amerikanische Verleger kauften die Enzyklopädie. Heute hat die Redaktion ihren Sitz in Chicago. Von dort aus koordinieren sie die Arbeit mit Mitwirkenden auf der ganzen Welt. Die Marke bleibt bestehen. Das Format hat sich geändert. Die Mission, Fakten zu überprüfen, geht weiter, nur ohne die schweren Taschenbücher.













