Stopp. Schauen Sie genau hin. Das ist kein Pferd.
Es ist auch kein richtiges Maultier. Am 21. April hat der Bronx Zoo der Wildlife Conservation Society einen neuen Bewohner in die Skyline von New York City aufgenommen. Oder zumindest seine Tiersammlung. Es handelt sich um ein Przewalski-Pferdfohlen. Equus ferus przewalskyi. Selten. Wertvoll. Lebendig.
Dieser kleine Kerl gehört zu einer Spezies, die einst direkt in den Abgrund starrte und irgendwie herauskletterte. Wir nannten sie tatsächlich eine Zeit lang Extinct in the Wild.
Sie sehen im Vergleich zu einem durchschnittlichen Ross seltsam aus. Ihre Mähnen ragen gerade nach oben. Keine Stirnlocke, also kein Pony. Nur steifes, aufrechtes Haar. Sie sind kurz. Hellbraun. Außergewöhnlich klobig. Und sie haben Hälse, die dick genug sind, um die Last der Geschichte zu tragen.
Sie sind die letzten wirklich wilden Pferdearten auf der Erde.
Die IUCN bestätigt dies. Einst durchstreiften sie ganz Asien und Europa. Jetzt? Nicht so sehr. Ihre Zahlen brachen stark ein. Zu schwer.
Der Bronx Zoo hält sie jedoch nicht nur in einer Kiste. Sie helfen, die ganze Gruppe zu retten. Durch sorgfältige Züchtung haben sie die Genetik vielfältig gehalten. 1985 verschifften sie dann im Zoo gezüchtete Pferde zurück in die Graslandschaften Chinas und ab 1992 in die Mongolei.
Das Ergebnis? Sie leben wieder. In der Mongolei, China und Kasachstan. Plus ein paar glückliche Orte wie die Bronx.
Aber hier ist der Schock. Der gesamte aktuelle Bestand – weniger als 2.000 Pferde – stammt von nur zwölf Pferden ab. Nur zwölf. Denken Sie darüber nach. Ein kleiner genetischer Lotterieschein ergab fast zweitausend Überlebenschancen.
Die Wildlife Conservation Society bewacht jetzt Schutzgebiete in der Mongolei. Zurück in New York schließt sich dieses Fohlen einer Herde an. Sie können ihn vom Wild Asia Monotrail aus sehen. Er ist süß. Er wird wachsen.
Wir haben den schwierigen Teil geschafft. Jetzt warten wir ab und schauen zu.
Vielleicht laufen sie wieder frei.
